Urheberrecht

Urheberrecht 2017-05-28T11:14:26+00:00

Das Urheberrecht: Wichtiger als gedacht

Selbst Unternehmen, die nichts mit Kunst und Medien zu tun haben, müssen sich gegebenenfalls mit dem Thema Urheberrecht auseinandersetzen. Beispielsweise dürfen sie bei Anzeigenschaltungen in Printmedien keine Fotos, Logos, Schriften und sonstige Elemente verwenden, die urheberrechtlich geschützt sind. Denn sonst droht ihnen im schlimmsten Fall eine Abmahnung, die jeder Anwalt erwirken und die das Unternehmen teuer zu stehen kommen kann.

Das Urheberrecht entsteht durch Ihre kreative Leistung automatisch; für den Schutz des Urheberrechts und die wirtschaftliche Auswertung in Form von Lizenzverträgen stehen wir Ihnen zur Seite.

 

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Was ist Urheberrecht?

Die Urheberrecht Definition besagt, dass geistiges Eigentum sowohl in materieller als auch ideeller Hinsicht geschützt wird. Juristisch geregelt werden alle Rechtsnormen, die für den Urheber und seine Rechtsnachfolger gelten, wenn diese sein Werk betreffen. Der Grund: Das Urheberrecht erlischt erst Jahrzehnte nach dem Tod des Urhebers. Hier gibt es allerdings keine europaweit einheitliche Regelung, in Deutschland liegt die Grenze beispielsweise bei 70 Jahren.

Als Urheber gilt grundsätzlich jeder, der künstlerische Werke verfasst, wobei es völlig gleichgültig ist, ob es sich um eine schriftliche Nachricht, ein Foto oder ein Werk aus den bildenden Künsten handelt. Deshalb mussten sich in der Vergangenheit auch fast nur Künstler, Medien und Unternehmen aus dem kulturellen Umfeld mit dem Thema Urheberrecht befassen. Doch dies hat sich mittlerweile massiv geändert, sodass sich nahezu jeder Bürger, Freiberufler und Unternehmer mit dem Urheberrecht auseinandersetzen muss.

Das Urheberrecht: Eine neue Erscheinung im Recht

Bis weit in die Neuzeit hinein gab es einen Schutz geistigen Eigentums nicht. Wohl wurde in der Antike ein Bezug zwischen einem Autor und seinem Werk hergestellt, jedoch konnte prinzipiell jeder von jedem abschreiben und als sein eigenes Werk ausgeben. Die Idee, auch geistige Leistungen durch das Recht zu schützen, entstand erst im England des 18. Jahrhunderts. So gilt die „Statute of Anne“ aus dem Jahr 1710 als Vorläufer des modernen Rechts, in dem erstmals das Vervielfältigungsrecht von Autoren, das diese an Verlage abtreten konnten, gesetzlich geregelt wurde. Es sollte jedoch noch bis zur Berner Übereinkunft im Jahr 1886 dauern, bis erstmals ein internationales Abkommen abgeschlossen wurde, das den Urheber eines Werkes schützte. Der Schutz erstreckte sich damals über einen Zeitraum von 50 Jahren und schloss Fotos und Filme aus. Das entsprechende Gesetz, das in Deutschland bis in die Gegenwart hinein gültig ist, trat am 9. September 1965 in Kraft.

Was hat sich im Urheberrecht geändert?

Generell hat sich im Recht der Begriff Urheberrecht nicht geändert. Jedoch nimmt das Urheberrecht in der digitalen Welt eine völlig neue Dimension ein. Denn das Urheberrecht umfasst neben künstlerischen Werken auch eine Vielzahl weiterer Bereiche. Beispielsweise ist ein Computerprogramm ebenso geschützt, wie eine Präsentation, die für eine Vorführung erstellt wird. Der Grund: auch bei all diesen Dingen handelt es sich um geistiges Eigentum, das eben durch das Urheberrecht geschützt ist. Das bedeutet etwa, dass Präsentationen, Fotos und Ähnliches vom Empfänger nicht ungefragt weiter verbreitet werden dürfen, weil dieser sich somit schadenersatzpflichtig macht.

Während dieser Aspekt vor allem Privatleute betrifft, sind Unternehmer etwa dann mit dem Thema Urheberrecht konfrontiert, wenn sie neue Rechner oder neue Software-Lösungen im Betrieb einführen wollen. Sie müssen dann nämlich ausreichend Lizenzen für Betriebssysteme und Programme erwerben, um diese nutzen zu dürfen, ohne das Urheberrecht zu verletzten. Eine Alternative für Softwarelösungen kann etwa darin bestehen, dass die jeweiligen Programme von internen oder externen Entwicklern produziert werden. Jedoch sind diese streng nach dem Urheberrecht ebenfalls die Urheber der Programme, welche die kompletten Nutzungsrechte an ihren Auftraggeber abgeben. Die entsprechenden Verträge sollte deshalb besser ein Anwalt für Urheberrecht ausformulieren, weil dieser alle wichtigen Aspekte kennt, berücksichtigen und schriftlich festhalten kann.

Welche Bilder dürfen verwendet werden?

Ähnliches gilt für Firmenlogos, Werbematerial oder Bilder, die ein Unternehmen von einer Werbeagentur oder einem Fotografen erstellen lässt. Zwar gelten auch sie nach dem Urheberrecht formal als geistige Eigentümer, treten mit der Abgabe und der Abnahme durch den Auftraggeber jedoch mitunter sämtliche Nutzungsrechte ab. Wenn sämtliche Auftragsdetails in einem Vertrag schriftlich festgehalten werden, kann der Unternehmer den Auftragnehmer notfalls auch in Regress nehmen, wenn dieser einen Verstoß gegen das Urheberrecht begangen hat.

Diese Gefahr besteht auch bei internen Lösungen für derartige Arbeiten, insbesondere bei Bildmaterial. Schließlich ist nichts einfacher, als über eine Suchmaschine den entsprechenden Begriff einzugeben und anschließend ein Foto zu laden, das auf verschiedenen Plattformen ja auch angeboten wird. Anders als oft vermutet wird, reicht es jedoch nicht aus, unter ein Foto einen Copyright-Hinweis zu stellen, auf dem der Urheber angegeben wird. Auf der sicheren Seite ist derjenige, der das Foto verwendet, zuvor die Nutzungsbestimmungen gelesen hat und sich auch an diese hält. Andernfalls droht eine Abmahnung wegen Urheberrecht-Verletzung, die je nach Ausmaß schnell einen drei- bis fünfstelligen Betrag erreichen kann.

Falls Sie Fragen zum Urheberrecht haben oder wissen möchten, wie Sie die Verträge gestalten müssen, wenden Sie sich vertrauensvoll an unsere Kanzlei. Wir beraten Sie umfangreich zu allen wichtigen Aspekten des Urheberrechts.

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